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Aktuelle Meldungen

Aktuelle Meldungen, Februar 2012, Copyright by Astral/Tropimed

Kolumbien: Masernimpfung 15/02/2012

Nachdem wiederholt Maserninfektionen in dieses bis anhin lange Zeit masernfreie Land importiert wurden, wird nun bei der Einreise unter anderem in Sta. Maria, Baranquilla und Cartagena ein Masernimpfschutz für alle Personen
Folgen für den Reisenden: Reisende Kleinkinder sollten systematisch zweimal mit MMR geimpft werden. Ebenso wird die Masern-Impfung (in Form einer einmaligen MMR-Impfung) für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen empfohlen, sofern sie nicht oder in der Kindheit nur einmal geimpft sind oder der Impfstatus unklar ist (STIKO 2010).
Ref.: BRD/Auswärtiges Amt 15.2.2012.

Simbabwe: Abdominaltyphus 15/02/2012

Offenbar sind auch Staatsbeamte aus dem Zentrum der Hauptstadt mit Typhusverdacht erkrankt.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Eine Impfung wird zurzeit allen Reisenden empfohlen.
Ref.: Diverse.
Epidemiologische Aktualitäten

Spanien: Masern in Alicante 22/02/2012

Mind. 178 Personen sind in der Region seit Jahresbeginn mit Masernverdacht erkrankt, in der vergangenen Woche allein 50.
Folgen für den Reisenden: Ein Maserninfektionsschutz wird für alle empfohlen. Ebenso wird die Masern-Impfung (in Form einer einmaligen MMR-Impfung) für alle nach 1970 geborenen Erwachsenen empfohlen, sofern sie nicht oder in der Kindheit nur einmal geimpft sind oder der Impfstatus unklar ist (STIKO 2010).
Ref.: TMB, andere.

Marokko / Niederlande: Tollwut bei Hund 16/02/2012

Ein nach Nord-Holland importierter ca. 8 wöchiger Hundewelpe (mit Impfpapieren) aus Marokko wurde wegen Tollwut euthanasiert (15.2.). Mehr als 60 Kontaktpersonen werden gesucht.
Folgen für den Reisenden: Hunde aus Entwicklungsländern mit Vorkommen von Tollwut sollten auf keinen Fall importiert werden. Das Risiko, ein krankes Tier zu importieren, selbst wenn Papiere vorhanden sind, ist nicht gering.
Ref.: Immediate notification report - Report reference: Ref OIE: 11647, Report Date: 16/02/2012 , Country: Netherlands, andere.

Indien: Kyasanur-Wald Krankheit (KFD) im SW 15/02/2012

In Karnataka (Shimoga Distrikt) werden KFD Fälle festgestellt, die Krankheit ist im Gebiet endemisch und heißt auch "Monkey Disease". Eine Person ist bisher gestorben. In Indien werden jährlich etwa 400-500 Fälle registriert, die Letalität beträgt 45%. Die Krankheit kann als hämorrhagisches Fieber verlaufen.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Das Flavivirus wird von Zecken übertragen und befällt v.a. kleine Nager im Wald. Das Risiko betrifft nur lokale dörfliche Bevölkerungsteile, v.a. Hirten.
Ref.: Diverse.

Peru: Gelbfieber 15/02/2012

In der Region Puno (NE: Sandia) sind Gelbfieberfälle und Todesfälle beschrieben worden. Die betroffene Region liegt östlich von Cuzco. Gelbfieber kommt bis in Höhen von ca. 2300m vor.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Eine Gelbfieberimpfung wird bei Reisen < 2300m empfohlen.
Ref.: Diverse.

Südafrika: Zeckenbissfieber 15/02/2012

Zwei chinesische Touristen sind kurz nach ihrer Rückkehr aus Südafrika an Zeckenbissfieber erkrankt, zwei weitere hatten verdächtige Symptome. Alle Betroffenen waren mehrfach von Zecken gebissen worden. Der Erreger ist R. africae und die Krankheit bei Safaritouristen nicht selten.
Folgen für den Reisenden: Risiko verhaltensabhängig. Ein optimaler Zeckenschutz mit insektizid-behandelten Kleidern wird empfohlen.
Ref.: Hong Kong New Yahoo 15.2.2012.

Australien: Melioidose 14/02/2012

In den Northern Territories treten zurzeit (Regenzeit) vermehrt Melioidose Erkrankungen auf. Bisher waren es 54, davon sind 3 gestorben.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering, ein Risiko besteht in allen Gebieten des Nordens, hauptsächlich in der Regenzeit (Jan-Mai). Der Erreger ist das Bakterium Burkholderia pseumomallei. Die Krankheit ist lebensgefährlich und wird mit Antibiotika behandelt. Gefährdet sind v.a. Personen, die häufig Kontakt zu infiziertem Boden haben. Das Tragen von Gummistiefeln verhindert einen Hautkontakt zu Erde und Matsch. Die Krankheit ist in der Region endemisch, Erkrankungen kommen bei Einheimischen immer wieder vor, sie ist allgemein bei Touristen selten.
Ref.: ABCNews 14.2.2012, andere.

Indien/Italien: Import von Rabies 06/02/2012

Ein 40jähriger Mann ist in Italien dreieinhalb Wochen nach einem Hundebiss (Arm und Bein) in den Vorstädten von Manipur/Indien an Tollwut erkrankt und dreieinhalb Wochen später gestorben. Er hatte in Indien eine PEP erhalten, allerdings ohne Tollwut-Hyperimmunglobulin (passive Immunisierung). Welcher Impfstoff verwendet wurde ist nicht bekannt.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Ein Hundebiss durch ein unbekanntes Tier in einem Land mit erhöhtem Tollwutrisiko ist ein Notfall, ganz besonders bei Verletzungen im Gesicht oder Hand-/ Armbereich. Die Wunde muss sorgfältig 15 Minuten mit Seife ausgewaschen und eine korrekte PEP (aktiv+passiv) angeschlossen werden.
Ref.: Via ProMED 6.2.2012.

Sambia: Abdominaltyphus 05/02/2012

In den letzten 3 Monaten wurden in Sambia fast 4'400 Typhusfälle registriert. Fälle hatte es in Kalabo, Mufurila, Nakonde und Lusaka gegeben.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Wie viele Typhusfälle in anderen Jahren festgestellt wurden, ist nicht bekannt. Eine gute Nahrungsmittel- und Wasserhygiene für alle und eine Typhusimpfung für Risikopersonen, v.a. für VFRs, werden empfohlen.
Ref.: DailyMail 5.2.2012.

Ghana: Gelbfieber 03/02/2012

In der Upper East Region (Builsa und Kassena-Nankana-West) und im mittleren W (Brong Ahafo Region) des Landes werden Gelbfiebererkrankungen gemeldet. 3 davon wurden im Labor bestätigt.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Ein Gelbfieberimpfschutz ist obligatorisch und empfohlen.
Ref.: WHO 3.2.2012.

Kamerun: Gelbfieber 03/02/2012

Im N des Landes werden seit Ende 2011 Gelbfieberfälle gemeldet, sie wurden z.T. laborbestätigt. 23 Fälle (7 Todesfälle) kommen seit Oktober 2011 aus den folgenden 8 Distrikten: Guider, Bibemi, Gaschiga, Lagdo, Mayo Oulo, Golombe. Eine Impfaktion ist eingeleitet worden.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Ein Gelbfieberimpfschutz ist obligatorisch und empfohlen.
Ref.: WHO 2.12.2012.

Kenia/Deutschland: Import von Schlafkrankheit 31/01/2012

Ein 61jähriger Mann ist nach seiner Rückkehr aus Kenia/Mombasa an hohem Fieber erkrankt. Er hatte auch an einer kleinen Safari in der Masai Mara, im W des Landes teilgenommen. Malaria konnte ausgeschlossen werden. Der Erreger ist wahrscheinlich T.b.rhodesiense (Angaben fehlen). Er war offenbar von einem Insekt am Schienbein gebissen worden. Es ist der erste Fall bei einem Touristen in Kenia seit mehr als 10 Jahren.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Die übertragenden Tsetsefliegen kommen v.a. im W von Kenia und Tansania vor. Ein wirksamer Insektenschutz mit Kleidern und Insektiziden auch auf Safaris wird empfohlen.
Ref.: Via ProMED 31.1.2012.

Bolivien: Bolivianisches Hämorrhagisches Fieber (BHF) - Machupo 26/01/2012

Im tropischen Amazonasgebiet Beni sind im Januar die Fälle von Machupo Fieber in den Provinzen Mamore und Itenez angestiegen.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Die Krankheit ist im Gebiet endemisch. Das Machupovirus wird durch Mäuse übertragen. Ein Kontakt zu Nagern soll vermieden werden.
Ref.: Via ProMED 26.1.2012.

Nigeria: Lassa Fieber 26/01/2012

Im Rivers State (zentrale S Küste) und in den Staaten Taraba und Ebonyi im SE sind offenbar mehrere Personen, darunter auch Medizialpersonen, an Lassa Fieber erkrankt oder gestorben. Lassa ist in Nigeria endemisch.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering. Lassa Fieber gehört zu den Hämorrhagischen Fiebern. Etwa 80% der Fälle verlaufen asymptomatisch. Die Zoonose betrifft v.a. die ländliche Bevölkerung. Die Virus Krankheit (Arenavirus) wird über Nagerausscheidungen (v.a. Mastonomys Ratte) übertragen. Ein Kontakt mit Nagern soll deshalb vermieden werden und Nahrungsmittel sollen nagergeschützt aufbewahrt werden.
Ref.: AllAfrica.Com 26.1.2012, diverse.

Mexico: Dengue in Yucatan 25/01/2012

Ein starker Anstieg von Verdachtsfällen betrifft zurzeit den touristisch wichtigen Staat Yucatan. 86% der im Januar gemeldeten Fälle kommen aus Yucatan.
Folgen für den Reisenden: Risiko gering-mittel. Ein optimaler Mückenschutz am Tag und frühen Abend werden empfohlen.
Ref.: YucatanTimes 25.1.2012.
Allgemeine Aktualitäten

Malediven: Unruhen 15/02/2012

Nach dem Rücktritt des Präsidenten kommt es zu Ausschreitungen.
Folgen für den Reisenden: Bis zur Klärung der Situation wird von Touristen und anderen nicht dringenden Reisen auf die Hauptinsel Male abgeraten. Die Flughafeninsel ist bisher nicht von den Unruhen betroffen. Eine weitere Verschlechterung der Lage kann aber nicht ausgeschlossen werden. Informieren Sie sich über die Medien oder Ihren Reiseveranstalter über die Entwicklung der Lage auf den anderen Inseln. Meiden Sie Demonstrationen und große Menschenansammlungen jeder Art und treten Sie generell mit Zurückhaltung auf.
Ref.: EDA 15.2.2012.

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